USA kritisieren Assad-Besuch in Moskau

0
355
Assad und Putin in Moskau

Der Besuch von Syriens Präsident Baschar al-Assad in Moskau ist auf scharfe Kritik der USA gestoßen. Der „Rote-Teppich-Empfang für Assad, der Chemiewaffen gegen sein eigenes Volk eingesetzt“ habe, laufe dem erklärten Ziel Russlands zuwider, für einen politischen Übergang in Syrien einzutreten, sagte der stellvertretende US-Regierungssprecher Eric Schultz vor Journalisten. Moskaus Vorgehen im Syrien-Konflikt sei „kontraproduktiv“. Mit dem Empfang Assads in Moskau werde der syrische Machthaber gestärkt und der Fortschritt hin zu einer politischen Lösung des Konflikts behindert.

Assad hatte sich am Dienstagabend nach Angaben des Kreml zu einem Arbeitsbesuch in Moskau aufgehalten. Bei dem Treffen, das auf russischen Fernsehbildern festgehalten wurde, dankte Assad Putin für den russischen Militäreinsatz in seinem Land. Es war Assads erster bekannt gewordener Auslandsbesuch seit Beginn des syrischen Bürgerkrieges 2011.

Russland hatte Ende September mit Luftangriffen aktiv in den Bürgerkrieg eingegriffen und angegeben, die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückdrängen zu wollen. Die USA und andere westliche Staaten werfen Russland jedoch vor, vor allem vom Westen unterstützte gemäßigte Rebellen anzugreifen, um Assad zu stärken.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT