Taiwan: Junge beschädigt bei Sturz Renaissance-Gemälde

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Taipeh (AFP) – Ein zwölfjähriger Junge aus Taiwan hat bei einem Ausstellungsbesuch in der Hauptstadt Taipeh versehentlich ein 1,3 Millionen Euro teures Renaissance-Gemälde schwer beschädigt. Videoaufnahmen von dem Vorfall am Sonntag zeigen, wie der Zwölfjährige mit einem Getränkebecher in der Hand etwas abwesend hinter einer Besuchergruppe durch die Ausstellung „Face of Leonardo, Images of a Genius“ (Gesicht von Leonardo: Bilder eines Genies) schlendert.

Plötzlich stolpert er über ein Podest mit Seilen, das als Absperrung vor dem Ölgemälde „Blumen“ des italienischen Malers Paolo Porpora dient und stützt sich slapstickverdächtig an dem Gemälde ab, um nicht zu stürzen. Hilflos schaut er um sich, dann läuft er weiter. Der Junge habe auf dem rund 350 Jahre alten Bild einen etwa faustgroßen Riss hinterlassen, sagte einer der Organisatoren der Ausstellung der Nachrichtenagentur AFP.

Nach Angaben der taiwanischen Nachrichtenagentur Central News Agency wollen die Organisatoren von den Eltern des kleinen Unglücksraben keine Entschädigung. Am Montag wurde der Schaden an Ort und Stelle behoben, Proporas „Blumen“ sind inzwischen wieder in der Ausstellung zu sehen – unter anderem neben einem noch deutlich wertvolleren Selbstporträt von Leonardo da Vinci.

Der Junge befindet sich mit seinem teuren Ausrutscher in guter Gesellschaft: Im Jahr 2006 zerstörte ein Mann in einem Museum in Cambridge 300 Jahre alte chinesische Vasen, als er über seine Schnürsenkel stolperte. Und im selben Jahr beschädigte der milliardenschwere US-Kasinobesitzer und Kunstsammler Steve Wynn mit seinem Ellbogen ein 139 Millionen Dollar teures Bild von Picasso, für das er gerade einen Kaufinteressenten gefunden hatte.

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