Philippinenadler kurz nach seiner Rettung erschossen

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Manila (AFP) – Auf den Philippinen ist einer der vom Aussterben bedrohten riesigen Philippinenadler erschossen worden – nur zwei Monate, nachdem er nach der Behandlung einer ersten Schusswunde wieder ausgesetzt worden war. Der Kadaver des Raubvogels, der wegen seiner Vorliebe für Makaken auch Affenadler genannt wird, sei am Wochenende mit einer Schusswunde in der rechten Brusthälfte auf dem Waldboden gefunden worden, teilte die Philippinenadler-Stiftung (PEF) mit.

PEF-Chef Joseph Salvador sagte, von nur noch 400 Philippinenadler-Paaren in freier Wildbahn seien nun schon 30 Exemplare durch Schüsse verletzt oder getötet worden. „Leider gibt es jemanden mit einem Gewehr, der meint, er könne alles abknallen“, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. In den letzten sieben Jahren seien neun von zehn Todesfällen bei den Greifvögeln auf Schüsse zurückzuführen gewesen.

Der Philippinenadler erreicht eine Flügelspannweite von zwei Metern. Die meisten der Vögel mit den charakteristisch langen Nackenfedern leben auf der südlichen Philippinen-Insel Mindanao. Sie ernähren sich überwiegend von Makaken und anderen kleineren Tieren und sind durch Jagd und den Verlust ihres natürlichen Lebensraums vom Aussterben bedroht.

Das jüngste Opfer war vor drei Jahren mit einer leichten Schussverletzung gefunden und wieder aufgepäppelt worden. Bei seiner Freilassung vor zwei Monaten im Reservat Mount Hamiguitan auf Mindanao war der Adler mit einem Bewegungsmelder ausgestattet worden. Vor wenigen Tagen wurden keine Bewegungen mehr registriert.

Die Tötung bedrohter Tieren wird auf den Philippinen mit bis zu zwölf Jahren Haft bestraft.

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