Krawalle in Flüchtlingsheim im thüringischen Suhl

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Erfurt (AFP) – In einem Flüchtlingsheim im thüringischen Suhl sind Krawalle ausgebrochen. Wie ein Sprecher der Polizei in Erfurt sagte, löste ein Bewohner der Einrichtung die Gewalt aus, der einige Seiten aus einem Koran herausgerissen haben soll. Daraufhin seien einige andere Bewohner der Erstaufnahmestelle auf den Mann los gegangen. Dieser habe sich dann in die Hauswache der zivilen Wachschützer vor Ort gerettet, die aufgebrachte Menge habe aber versucht, dort einzudringen. Schließlich sei die Polizei eingeschritten.

Asyl in Deutschland

Die Wut der Bewohner habe sich dann gegen die Polizei gerichtet, berichtete der Sprecher. Etwa 50 Menschen hätten die Beamten mit Steinen beworfen und seien mit Eisenstangen auf sie losgegangen. Mehrere Streifenwagen wurden beschädigt. Es gab mehr als zehn Verletzte, darunter mindestens drei Polizeibeamte. Das Gerücht, dass aufgebrachte Bewohner der Aufnahmestelle später in die Stadt gezogen seien, hätten sich als Falschinformation herausgestellt, sagte der Polizeisprecher.

Für den Polizeieinsatz wurden demnach auch Beamte aus anderen Teilen Thüringens mobilisiert. Zur genauen Zahl wollte sich der Sprecher nicht äußern. Auch die Zahl der Bewohner der Erstaufnahmestelle teilte er nicht mit.

Angesichts der drastisch gestiegenen Flüchtlingszahlen sind viele Unterkünfte in Deutschland überfüllt.

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