Größte Tomatenschlacht der Welt feiert 70. Geburtstag

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Bunyol (AFP) – Die größte Tomatenschlacht der Welt feiert ihren 70. Geburtstag: Im ostspanischen Buñol kamen etwa 22.000 Einwohner und Touristen zu dem Fest, bei dem sich die Teilnehmer gegenseitig mit Tomaten bewerfen und in der Tomatenmatsche wälzen. Tausende Fans kamen auch aus dem Ausland, um in dem 9000-Einwohner-Ort in der Nähe von Valencia die Tradition der „Tomatina“ hochleben zu lassen. Das Fest soll angeblich im Jahr 1945 aus einer Schlägerei unter jungen Leuten auf einem Markt entstanden sein.

Viele der Schlachtteilnehmer in den Gassen von Buñol waren mit Taucherbrillen und Badekleidung gegen die Tomatensoße ausgerüstet. „Ich werde drei Monate lang keine Tomaten mehr essen, ich habe genug davon, aber das ist nicht schlimm“, rief eine etwa 20-jährige Teilnehmerin in die Kameras. Sieben Lkws hatten ab 11.00 Uhr ihre Tomatenfracht vor der Menge abgeladen. In weniger als einer Stunde wurden den Organisatoren zufolge mehr als 170 Tonnen „Munition“ verschossen.

Die während der Franco-Diktatur verbotene „Tomatina“ wird heute als Fest von nationalem touristischem Interesse eingestuft. In diesem Jahr wurde die Teilnehmerzahl auf 22.000 begrenzt, nachdem im Jahr 2012 bis zu 45.000 Menschen gekommen waren. Der Bürgermeister der Gemeinde, Rafael Pérez, führte den Erfolg der „Tomatina“ darauf zurück, dass die Teilnehmer völlig verrückte Dinge machen könnten.

Viele junge Leute kamen in Bussen aus Barcelona, Benidorm oder Málaga zu dem Fest. Manche hatten ein Paket für 185 Euro erstanden, das die Busfahrt, zwei Nächte auf dem Camping-Platz, ein Wein-Fest zum Aufwärmen, ein Grill-Ereignis und „Sangría à gogo“ umfasste.

Die Stadtverwaltung hatte 17.000 Eintrittskarten für je zehn Euro verkauft sowie 5000 Gratis-Karten an Einwohner von Buñol abgegeben. Dies dürfte die Finanzen der verschuldeten Gemeinde aufbessern. Ein Teil der Einnahmen soll auch an eine Hilfsorganisation in Indien gehen.

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