Angeblich Schüsse vor altem Palast in Istanbul

0
389

Istanbul (AFP) – Vor dem Dolmabahce-Palast im Zentrum der türkischen Metropole Istanbul sind nach Medienberichten Schüsse abgegeben worden. Auch eine Explosion soll zu hören gewesen sein, meldeten mehrere Internetmedien. Nach Angaben des Senders Al-Dschasira kamen die Wachsoldaten am Tor des Palastes unter Beschuss. Die Polizei sperrte eine Hauptverkehrsstraße, die am Palast vorbeiführt. Die private Nachrichtenagentur DHA meldete, nach dem Vorfall seien zwei Verdächtige in der Nähe des deutschen Generalkonsulats festgenommen worden. Die Festgenommenen trugen demnach automatische Waffen.

Der ehemalige Sultanspalast Dolmabahce am Bosporus ist der Sterbeort des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk und heute ein Museum, das jedes Jahr hunderttausende Besucher anzieht. Neben dem Palast befindet sich das Istanbuler Amtsgebäude des türkischen Ministerpräsidenten. Das deutsche Konsulat liegt rund einen Kilometer vom Dolmabahce-Palast auf einem Hügel über dem Bosporus.

Soldaten stehen vor dem Dolmabahce Palast Wache

Offizielle Angaben zu den Berichten über die Schüsse und die Explosionen lagen zunächst nicht vor. Die Türkei wird seit Ende Juli von Gewalttaten und Gefechten zwischen der Armee und Kurdenrebellen erschüttert. Vergangene Woche hatten Mitglieder der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) in Istanbul eine Polizeiwache angegriffen; dabei starben vier Menschen. Zeitgleich griffen Anhänger der ebenfalls verbotenen linksextremistischen Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) das US-Konsulat in Istanbul an. Eine Angreiferin wurde verletzt und festgenommen.

Bei einem Angriff der kurdischen PKK-Guerilla auf eine Militärpatrouille wurden unterdessen einem Medienbericht zufolge acht türkische Soldaten im Südosten des Landes getötet. Die Soldaten starben, als im ländlichen Bezirk Pervari der Provinz Siirt eine Bombe unter ihrem Fahrzeug explodierte, wie die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Es ist der tödlichste Angriff auf die türkischen Sicherheitskräfte, seitdem die Regierung und die PKK im Juli ihre seit zwei Jahren geltende Waffenruhe aufkündigten.

KEINE KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT